27. August 2019

Social Media Marketing – Welche Plattform passt zu meiner Marke?

In Deutschland nutzt etwa die Hälfte der Bevölkerung täglich Social Media Kanäle, wobei der Großteil der Zugriffe auf Facebook, Instagram & Co. mobil erfolgt. User folgen auf den unterschiedlichen Plattformen vor allem ihren Freunden, Künstlern, Influencern und Marken. 

Heute ist es für fast jedes Unternehmen sinnvoll, in den sozialen Netzen vertreten zu sein, ein Profil zu pflegen und mit seiner Community zu kommunizieren. Doch welche Plattform passt wirklich zu meiner Marke und welche eher nicht? Ein Social Media Manager kann die schönsten Strategien konzipieren – wenn die Zielgruppe auf einer Plattform zu klein ist, wird der Erfolg mäßig sein. Auch der Anspruch, auf sämtlichen Kanälen Profile mit demselben Content zu füllen, führt nicht zum gewünschten Ergebnis.

Es macht deutlich mehr Sinn, sich auf eine Auswahl an Social Media Plattformen zu konzentrieren und konkret auf diese zugeschnittene Strategien zu entwickeln.

Welche Social Media Plattform passt zu welcher Marke?

Facebook 

Facebook ist nach Google und YouTube weltweit die meistbesuchte Website und in Deutschland das meistgenutzte soziale Netzwerk. Posts können in sämtlichen Formaten hochgeladen werden: Bilder, Text, Links, Videos, Stories, Live-Streams – you name it. Unternehmen erstellen eigene „Pages“ und posten Content, der regulär im Nutzerfeed erscheint und geliked und geteilt werden kann. Dies erhöht die Reichweite organisch erhöht und erreicht so neue User. 

Facebook-Nutzer sind in der Regel mit ihren Klarnamen angemeldet und hinterlegen Details zu ihrem Alter, Beruf, Wohnort usw. – ein großer Vorteil für die Eingrenzung der Zielgruppen. Interessant ist auch, dass die Zahlen der Nutzer im Alter von 55+ steigt, was bei den übrigen Plattformen weniger ausgeprägt ist. Für Marken mit u.a. dieser Zielgruppe ist Facebook also besonders relevant.

Traffic für die eigene Website lässt sich über Facebook sehr gut generieren: Links zu z.B. Landing Pages oder Online Shops können mit Vorschauen und entsprechenden Texten geschmückt werden und lassen sich über Facebook’s eigene Tools wunderbar tracken. 

Auf Facebook gibt es zwei Arten von bezahlter Werbung: zum einen können Anzeigen geschaltet werden, die auf bestimmte Interaktionen optimiert werden (z.B. Page-Likes oder Website-Klicks) und zum anderen können Posts „geboostet“, also auch Nutzern, die der Seite noch nicht folgen, angezeigt werden. Hierbei erhält hauptsächlich dieser eine Post mehr Interaktionen, was z.B. für Sonderaktionen oder Events sehr nützlich ist. 

Es gilt: Selbst wenn man wenig postet, ist eine Facebook-Page mit Unternehmensinfos und Kontaktdaten immer zu empfehlen.

YouTube

YouTube ist nach Google die am häufigsten genutzte Suchmaschine und die nach Facebook am meisten genutzte soziale Plattform. YouTube-Nutzer möchten durch Videos unterhalten und informiert werden. Viele erfolgreiche YouTuber kombinieren diese beiden Aspekte in ihren Videos und erreichen damit Millionen von Followern. 

Für Unternehmen ist YouTube die perfekte Plattform, um in spannenden Videos Produkte detailliert vorzustellen, in Kooperationen testen zu lassen oder Hintergrundinfos zu geben. Viele tendieren jedoch dazu, die Videoproduktion auf einmalige Produktvorstellungen zu beschränken und langfristig keine neuen Inhalte zu liefern. Wer seine Reichweite auf YouTube steigern möchte, muss regelmäßig neuen Content hochladen. 

Von allen Social Media Plattformen ist YouTube die zeitintensivste, wenn es um Content-Produktion geht. Originelle Kampagnen können hier jedoch virale Erfolge erzielen, besonders wenn sie nicht einfach reine Werbung darstellen, sondern unterhaltsam sind und einen Mehrwert bieten. Dies gilt selbstverständlich für alle Social Media Kanäle, doch besonders in YouTube Videos hat man die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit der Zuschauer durch interessant gestaltete Videosequenzen zu halten.  

Des Weiteren gibt es die Option, bezahlte Werbung vor den Videos anderer Channels einspielen zu lassen. Wenn die Zielgruppe gut abgesteckt ist, können Werbeclips vor passenden Videos ein sehr hohes Engagement erreichen.  

Instagram

Instagram ist eine visuelle Plattform, auf der User Fotos und aus ihrem Leben hochladen. In den Feeds spielt hauptsächlich der ästhetische Anspruch eine Rolle, die Nutzer möchten sich durch ansprechende Bilder inspirieren lassen. Sie können diese liken, kommentieren oder in Sammlungen speichern. 

Instagram wurde 2012 von Facebook gekauft und bietet seitdem deutlich mehr Funktionen speziell für Unternehmen, wie z.B. Insights, boosted Posts und Instagram Shopping

In Instagram Stories, die nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden, lassen sich ungefilterte Einblicke hinter die Kulissen liefern und Momentaufnahmen zeigen, was für Authentizität sorgt. 

Regelmäßige Werbeeinblendungen sowie gesponserte Posts von Influencern sind auf Instagram allgegenwärtig und sorgen für eine gewisse Werbe-Akzeptanz unter den Nutzern. Bezahlte Anzeigen und geboostete Posts fügen sich mit entsprechender Gestaltung besonders nahtlos in die Nutzer-Feeds ein.

Bei der Pflege eines Instagram Profils ist es für Unternehmen besonders wichtig, Content einheitlich zu gestalten, da Nutzer am ehesten folgen werden, wenn sie in etwa wissen, was sie in Zukunft erwartet – ein Style Guide ist hier essenziell.  

Teil 2 unserer Vorstellung der Social Media Plattformen für Twitter, Pinterest und Snapchat folgt. 

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