Style Guide - Social Media Marketing
17. Juli 2019

Social Media Style Guide

Was ist ein Style Guide und wofür braucht man ihn?

Professionelle Social Media Accounts haben einen eigenen Stil und geben der zugehörigen Marke einen einheitlichen Look & Feel, den man sofort wiedererkennt. Dahinter steckt ein gut geplanter Style Guide: Ein Dokument, in dem die wichtigsten Komponenten der Markenidentität mit dem Fokus auf die Umsetzung in Social Media aufgelistet und anhand von Beispielen erläutert werden.

So kann der Style Guide genauso als regelmäßige Referenz für Social Media Manager genutzt werden, wie auch als Orientierung für andere Teams oder On- Boarding Tool für neue Mitarbeiter.
Ein guter Social Media Style Guide besteht aus 7 Kernkomponenten, deren Gewichtung von Marke zu Marke variiert und der nach Bedarf ergänzt werden kann.

Aus welchen Komponenten besteht der Social Media Style Guide?
  1. Liste der Accounts und zugehörigen Ansprechpartner

    Nicht jede Marke nutzt die selben Plattformen, sodass sich hier Informationen zu den aktiven Accounts finden sollten und wer die jeweiligen Zugänge besitzt und verantwortlich für die Postings ist.

  2. Tonalität

    Werden Follower mit Du oder Sie angesprochen? Ist der Tonfall humorvoll, seriös oder sehr persönlich? Hier ist eine vorangegangene Zielgruppen- Recherche der wichtigste Anhaltspunkt. Wer sind meine Follower und wie spreche ich mit ihnen? Zu den weiteren Punkten gehören hier auch die Länge der Posts (z.B. kurze, knackige Sätze vs. längere, detailliertere Texte). Wird ein Post-Autor genannt und wenn ja, in welcher Form? Vielleicht soll jeder Post mit einer Frage enden?

  3. Formatierung & Typographie

    Hier wird die Corporate Identity der jeweiligen Marke auf ihren Social Media Auftritt übertragen. Es wird festgelegt, welcher Font verwendet wird, ob und wie das Logo eingebunden wird und welche Farben benutzt werden. Welche Größen haben z.B. Titelbilder und wie wird Schrift auf Grafiken platziert? Einige Beispiele einzubinden oder Templates zu verlinken, macht die Regeln auf den ersten Blick erkennbar.

  4. Hashtags, Geotags

    Auch hier sollte ausführlich recherchiert und vor allem regelmäßig ein Update vorgenommen werden. Welche Hashtags werden benutzt, wie viele pro Post und auf welcher Plattform? Eigene Hashtag-Kreationen werden notiert und auch eine Liste an No-Go-Hashtags macht an dieser Stelle Sinn. Zudem ist es für die meisten Posts vorteilhaft, einen Geotag zu verwenden, um die Reichweite zu erhöhen, dieser sollte aber unbedingt auch passen.

  5. Emojis

    Emojis sind für viele Marken eine sinnvolle Ergänzung zum reinen Text ihrer Social Media Posts. Es sollte jedoch festgelegt werden, aus welchem Themengebiet die benutzten Emojis stammen und wie viele an welcher Stelle benutzt werden.

  6. Links

    Während auf Plattformen wie Instagram das Posten von Links nur bei der Swipe-Up-Funktion ab 10.000 Followern Sinn macht, ist es z.B. bei Twitter oder Facebook schon in regulären Posts essentiell. An dieser Stelle im Style Guide wird z.B. auch vermerkt, ob und wie Links gekürzt werden.

  7. Rechtliche Aspekte

    Dieser Punkt ist besonders wichtig für ganz bestimmte Marken. Grundsätzlich sollten sich aber bei allen Informationen zu Fotocredits, Impressum, Gewinnspiel-AGB’s und ähnlichem finden.

Zusatz-Tipp:

Inspiration suchen: Was machen andere Accounts gut und was davon passt zu meiner Marke? Moodboards, Beispiel-Feeds und Themenspeicher helfen, klare Richtlinien für den Style Guide zu formulieren und ihn zu perfektionieren.

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